
Mittwoch, 17.06.2026
Altkleidercontainer: Verkehrslage erschwert Leerungen
RSAG, bonnorange und AWO bitten um Rücksicht und Unterstützung
Die angespannte Verkehrssituation im Raum Bonn und Rhein-Sieg-Kreis stellt derzeit viele Menschen vor Herausforderungen. Lange Staus, Umleitungen und deutlich verlängerte Fahrzeiten prägen den Alltag zahlreicher Pendler. Von diesen Auswirkungen sind auch die Prozesse bei der Leerung von Altkleidercontainern betroffen.
RSAG, bonnorange und die AWO Bonn/Rhein-Sieg weisen darauf hin, dass es aufgrund der aktuellen Verkehrsbehinderungen in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Anfahrt und Leerung einzelner Containerstandorte kommen kann. Die regulär vorgesehenen Leerungsintervalle lassen sich dadurch nicht immer wie geplant einhalten.
„Die aktuelle Verkehrssituation betrifft uns alle – ob auf dem Weg zur Arbeit oder zu Terminen. Wir setzen alles daran, die Auswirkungen für die Menschen so gering wie möglich zu halten“, erklärt Philip Moll, Pressesprecher der RSAG.
Die Leerung der Altkleidercontainer erfolgt weiterhin zuverlässig und mit hoher Priorität. Dennoch können sich die Folgen der Verkehrsbehinderungen punktuell bemerkbar machen.
Hinzu kommt, dass sich die Altkleidersammlung bereits seit längerer Zeit in einer schwierigen Marktsituation befindet. Bundesweit sorgen ein steigendes Sammelaufkommen, hohe Fehlwurfquoten, rückläufige Vermarktungsmöglichkeiten sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten einzelner Marktteilnehmer für erhebliche Herausforderungen. Die aktuellen Verkehrsprobleme verschärfen die Situation zusätzlich.
RSAG, bonnorange und AWO bitten daher alle in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis um Unterstützung: Altkleider sollten ausschließlich in die dafür vorgesehenen Container eingeworfen werden und nur dann, wenn dort noch ausreichend Platz vorhanden ist. Säcke oder einzelne Kleidungsstücke sollten keinesfalls neben den Containern abgestellt werden.
„Neben den Containern abgestellte Altkleider werden durch Witterungseinflüsse häufig unbrauchbar, sogar, wenn sie in Plastiksäcken verpackt sind. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Reinigungs- und Entsorgungskosten. Mit etwas Rücksichtnahme können alle dazu beitragen, die Standorte sauber zu halten und die Wiederverwertung gebrauchsfähiger Textilien zu ermöglichen. Wir wünschen uns sehr, dass wirklich nur verwertbare Textilien in den Containern landen, die sauber und nicht zu zerrissen sind“, erklärt Liisa List, Leiterin des Inklusionsprojektes Altkleider bei der AWO Bonn/Rhein-Sieg.
Durch die Sperrung der Brücken kämen zusätzliche Erschwernisse, auch für den Inklusionsbetrieb hinzu. „Die Tourenplanung ist erschwert und geplante Leerungen können durch lange Staus und ungeplante Umleitungen nicht durchgeführt werden. Hierdurch kommt es nun vermehrt zu Überstunden und weiteren Touren, die zusätzlich zum Normalbetrieb geplant werden müssen“.
„Unser Dank gilt allen Bürger*innen, die mit Verständnis und verantwortungsvollem Handeln dazu beitragen, dass die Sammlung und Verwertung von Altkleidern auch unter den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin funktioniert“, ergänzt Jérôme Lefèvre, Unternehmenssprecher der bonnorange AöR.
Wer einen bereits gefüllten Container vorfindet, wird gebeten, einen anderen Standort zu nutzen oder die Altkleider zu einem späteren Zeitpunkt einzuwerfen.