
Montag, 02.03.2026
„Tag der Mülltrennung“ am 7. März
Aktionstag rückt richtige Abfalltrennung in den Fokus
Sind wir mal ehrlich: Trennen wir unseren Müll wirklich immer korrekt? Und was bringt das überhaupt? Dieser Aktionstag soll uns alle noch mal sensibilisieren, wie wichtig die Bedeutung der richtigen Entsorgung von Abfall ist – für Mensch, Tier und Natur. Der „Tag der Mülltrennung“ steht folglich ganz im Zeichen einer besseren Aufklärung für alle Verbraucher*innen. Denn eins ist auch klar: der korrekte Umgang mit unseren Hinterlassenschaften stellt uns alle täglich vor große Herausforderungen.
Für unsere Umwelt gilt: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Wo Abfälle nicht vermieden werden können, sollten sie immer korrekt getrennt und ordentlich entsorgt werden. Mülltrennung ist ein wesentlicher Bestandteil des Umweltschutzes. Indem wir unseren Müll richtig trennen, können wir wertvolle Ressourcen recyceln und wieder in die Kreisläufe zurückführen. Dadurch wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch Energie und Rohstoffe eingespart sowie Treibhausgas-Emissionen reduziert.
Es gibt verschiedene Methoden der Mülltrennung, darunter die Trennung nach Materialien wie Papier, Plastik, Glas und Metall sowie die Trennung nach biologisch abbaubaren und nicht biologisch abbaubaren Abfällen. So kann beispielsweise Altpapier mehrfach recycelt werden – ganz ohne zusätzliche Baumfällungen. Das entlastet Wälder und spart Energie in der Produktion.
Dieses Jahr im Fokus der RSAG: richtige Entsorgung von Bioabfällen
Für die RSAG ist der „Tag der Mülltrennung“ ein willkommener Anlass, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das im Alltag oft unterschätzt wird: die richtige Entsorgung von Bioabfällen.
Der Hintergrund: Rund 42 Prozent des Restmülls im Rhein-Sieg-Kreis bestehen aus organischen Abfällen, die eigentlich in die Biotonne gehören. Hier liegt enormes Potenzial – für den Klimaschutz und für die Entlastung der Haushaltskasse.
Schon der Kaffeefilter am Morgen oder die Bananenschale zwischendurch gehören in die Biotonne. Wer organische Abfälle konsequent trennt, kann somit auch den Leerungsrhythmus der kostenintensiveren Restmülltonne reduzieren und dadurch direkt Gebühren sparen.
Die Biotonne ist nicht nur günstiger, sondern leistet durch die Verwertung der Inhalte zu Kompost oder Biogas auch einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung.
Wichtig dabei: In die Biotonne gehören ausschließlich organische Abfälle – ohne Plastik. Auch sogenannte kompostierbare Plastiktüten sind ungeeignet. Die RSAG empfiehlt stattdessen Papiertüten oder Zeitungspapier sowie ein Vorsortiergefäß in der Küche.
Abfalltrennung im Rhein-Sieg-Kreis – aber richtig
Wie man seinen eigenen Hausmüll ganz einfach richtig trennt, finden Sie als vereinfachte Übersicht in unserem Flyer „Abfall richtig trennen ohne Worte“ oder in detaillierter Form in unserem Abfall-ABC auf der Website.
Was geschieht eigentlich mit unserem Abfall, nachdem wir ihn in die passenden Mülltonnen geworfen haben? Welche Arten von Tonnen gibt es dafür? Wie wurde Müll in der Vergangenheit behandelt? Oder sogar noch bedeutender: Welche einfachen Methoden existieren, um Abfall zu reduzieren? Das Infomaterial der RSAG beantwortet diese Fragen ausführlich und bietet praktische Tipps für den Alltag. Die Themen werden anschaulich präsentiert, begleitet von zahlreichen Bildern und fesselnden Inhalten. So erhalten Sie umfassende Einblicke in das Abfallmanagement im Rhein-Sieg-Kreis.
Umweltbildung bei der RSAG
Das Team der Umweltbildung bei der RSAG stellt zum Thema Mülltrennung zudem verschiedene Angebote für Kitas, Schulen und alle Interessierten bereit. Denn nur wenige wissen wirklich alles über Abfälle und Wertstoffe.
Darunter fallen persönliche (Unterrichts-)Besuche vor Ort, individuelle Führungen über unsere Entsorgungsanlagen und den Wertstoffhof sowie Exkursionen an außerschulische Lernorte. Gleichzeitig stärkt die RSAG damit zentrale BNE-Kompetenzen: Lernende erfahren, wie nachhaltiger Umgang mit Ressourcen funktioniert und wie sie selbst zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beitragen können.
Schon gewusst? Ein Blick in die Historie
Ursprünglich geht der Tag der Mülltrennung auf ein Dekret des Beamten Emile Poubelles im Jahre 1884 zurück, der die hygienischen Zustände in Paris und dessen Vororten verbessern sollte. So sollten alle Bürger*innen der französischen Hauptstadt und in den Randgebieten ihren Hausmüll in verschließbaren Abfallbehältern entsorgen und darüber hinaus ihren Müll vorher trennen.