
Montag, 21.09.2026
Mülltrennung im Rhein-Sieg-Kreis: RSAG schaut genauer hin
Sortieranalyse für Restmüll, Bioabfall und Wertstoffe startet am 23. September
Wie gut funktioniert die Mülltrennung im Rhein-Sieg-Kreis tatsächlich? Dieser Frage geht die RSAG ab dem 23. September 2026 mit einer umfassenden Sortieranalyse nach. Bis zum 10. Oktober werden dafür Restmüll, Bioabfall und Wertstoffe aus ausgewählten Gebieten im Rhein-Sieg-Kreis gesammelt und untersucht. Ziel ist es, ein aktuelles und möglichst repräsentatives Bild davon zu erhalten, welche Abfälle in den einzelnen Tonnen landen und wo noch Fehlwürfe vorkommen.
Denn auch wenn die Abfalltrennung im Rhein-Sieg-Kreis in vielen Haushalten gut funktioniert, zeigen die bisherigen Analysen, dass noch Verbesserungspotenzial besteht. So landen nach wie vor rund 40 Prozent der organischen Abfälle fälschlicherweise im Restmüll. Wertvolle Bioabfälle gehen damit für die weitere Verwertung verloren. Gleichzeitig finden sich beispielsweise Kunststoffe in der Biotonne oder Restmüll, Glas und andere nicht vorgesehene Abfälle in der Wertstofftonne.
„Mit der Sortieranalyse wollen wir nicht einzelne Haushalte oder Bürger kontrollieren. Uns geht es darum, verlässliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich die Abfälle im Rhein-Sieg-Kreis zusammensetzen und wo besonders viele Fehlwürfe auftreten“, erklärt RSAG-Pressesprecher Philip Moll. „Aus den Ergebnissen können wir ableiten, wo wir bei Information und Aufklärung noch gezielter ansetzen können.“
Bei der Untersuchung wird unter anderem betrachtet, wie hoch der Anteil organischer Abfälle im Restmüll ist, welche Fremdstoffe in der Biotonne landen und wie sich die Inhalte der Wertstofftonne zusammensetzen. Die Ergebnisse können damit wichtige Hinweise für eine noch bessere Mülltrennung und eine möglichst hochwertige Verwertung der gesammelten Abfälle liefern. Gerade bei Bioabfällen ist eine möglichst hohe Sortenreinheit wichtig, damit aus den gesammelten organischen Abfällen hochwertiger Kompost und Biogas entstehen können.
Die Sortieranalyse wird im Auftrag der RSAG vom Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie durchgeführt. Dafür werden in ausgewählten Straßen Abfallbehälter während des Analysezeitraums von Fahrzeugen des Instituts geleert. Die Mitarbeitenden können sich gegenüber den Bürgern selbstverständlich ausweisen. Die RSAG weist darauf hin, dass es in den betroffenen Straßen deshalb vorkommen kann, dass nicht das gewohnte RSAG-Fahrzeug die Tonnen leert.
Die aktuelle Sortieranalyse knüpft an frühere Untersuchungen an und ermöglicht zugleich einen Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2023. So lässt sich feststellen, ob und wie sich das Trennverhalten über die vergangenen Jahre verändert hat.
Die RSAG wird die Sortieranalyse auch über ihre Social-Media-Kanäle auf Facebook, Instagram und YouTube begleiten und dabei Einblicke in den Ablauf der Untersuchung geben. Auch die Ergebnisse werden nach Abschluss der Analyse informieren. Damit möchte die RSAG zeigen, was tatsächlich in den Tonnen steckt und wo es beim Trennen noch Luft nach oben gibt.