RSAG

Dienstag, 14.12.2021

Neuer Papiersack für Grünabfälle löst Jutesack ab

Viele Jahre hat er seinen Zweck erfüllt, seit Jahresbeginn gibt es ihn nur noch als Auslaufmodell. Der Jutesack für Grünabfälle, auch gerne als Beistellsack zur Biotonne bezeichnet, macht Platz für den neuen Papiersack für Grünabfälle. Der Grund für den Wechsel hat sowohl ökologische als auch technische Gründe.  

Vor dem Hintergrund, dass die RSAG bereits ihr Kompostwerk in Swisttal-Miel technisch auf eine effektivere Tunnelkompostierung umgerüstet hat und am Standort Sankt Augustin-Niederpleis derzeit eine hochmoderne Bioabfallbehandlungsanlage mit Vergärungsstufe baut, kam auch der bisher eingesetzte Jutesack auf den Prüfstand. Es hatte mit ihm bei den alten Anlagen immer wieder Probleme im Kompostierungsprozess gegeben, weil sich die auflösenden Fasern häufig in den Maschinen festsetzen.

Abgelöst wird er jetzt durch den ökologisch vorteilhafteren Papiersack. Der über einige Monate getestete Sack besteht neben Frischfasern zur Hälfte aus Altpapier und lässt sich aufgrund seiner Beschaffenheit problemlos in den Werken mitkompostieren. Die biologische Abbaubarkeit des Jutesackes war hier schon begrenzt, nicht zuletzt durch die kurzen Durchlaufezeiten in den Anlagen.
 
Auch in der Klimabilanz dürfte das eingesetzte Papier weit vor der Jute liegen. So entfallen die Transportwege über die Weltmeere aus Indien und Bangladesch, und es wird kein Rohöl bei der Herstellung eingesetzt, wohingegen der aus Mischpapier hergestellte Papiersack aus Deutschland oder den europäischen Nachbarländern kommt.

Einzig das Volumen für Grünabfälle reduziert sich mit dem neuen Papiersack künftig von 100 auf 60 Liter Fassungsvermögen. Dies liegt daran, dass ein Papiersack in der Größe auch transportabel sein muss und nicht reißen darf. Die Verkaufsstellen für die Säcke sind im Abfallkalender aufgeführt.

 

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